
Wie Hypnose wirklich wirkt – wissenschaftlich erklärt
Viele Menschen verbinden Hypnose mit bestimmten Vorstellungen: Schlaf. Bewusstlosigkeit. Oder auch Kontrollverlust. Vielleicht tauchen Bilder aus Bühnenshows auf. Und die Frage, ob das wirklich seriös sein kann.
Und genau das sorgt bis heute dafür, dass Hypnose oft missverstanden wird. Denn das, was tatsächlich in Hypnose passiert, hat mit diesen Vorstellungen wenig zu tun.
Was ist Hypnose wirklich? Mehr als nur Entspannung
Hypnose ist kein bloßes Entspannen. Sie ist ein Zustand, in dem das Gehirn anders arbeitet. Tatsächlich handelt es sich um einen Zustand fokussierter Aufmerksamkeit, in dem innere Prozesse intensiver wahrgenommen werden können.
Man ist dabei nicht „weg“ oder willenlos.
Im Gegenteil: Viele Menschen erleben sich sogar als besonders klar und wach.
Warum sich Probleme oft nicht allein durch Verstehen lösen lassen
Vielleicht kennen Sie das: Sie verstehen Ihr Problem längst. Sie wissen, woher es kommt. Und trotzdem verändert sich nichts.
Ob es um Angst, innere Unruhe oder belastende Verhaltensmuster geht – oft scheint ein Teil in uns nicht mitzugehen.
Das liegt daran, dass viele dieser Muster nicht bewusst gesteuert sind. Sie entstehen auf einer tieferen Ebene, dort, wo Erfahrungen emotional gespeichert werden.
Was passiert im Gehirn bei Hypnose?
Die moderne Hirnforschung zeigt, dass sich während der Hypnose die Aktivität in bestimmten Hirnarealen messbar verändert. Dies betrifft Bereiche, die für Aufmerksamkeit, Selbstwahrnehmung und emotionale Verarbeitung zuständig sind. Auch die Art und Weise, wie diese Areale miteinander kommunizieren, ändert sich gegenüber dem normalen Wachzustand – zwischen einigen Hirngebieten wird die Verbindung stärker, zwischen anderen schwächer.
Diese in einer renommierten internationalen Fachzeitschrift erschienene Studie könnte als Basis dafür angesehen werden, dass der Zugang zu inneren Prozessen erleichtert wird, die im Alltag oft nicht direkt erreichbar sind. Das heißt: Emotionale Erinnerungen können nicht nur bewusst gemacht, sondern unter bestimmten Bedingungen auch verändert werden.
Warum Hypnose oft schneller wirken kann
Ein wesentlicher Unterschied zu vielen anderen Ansätzen liegt also darin, dass Hypnose nicht nur über das bewusste Verstehen arbeitet. Das Unterbewusstsein – also der Teil, der viele automatische Reaktionen steuert – wird direkt einbezogen. Veränderung geschieht dadurch nicht nur auf kognitiver Ebene, sondern wird innerlich erlebbar.
Viele Menschen berichten deshalb, dass sie bereits nach wenigen Sitzungen eine spürbare Veränderung wahrnehmen.
Bei welchen Themen Hypnose helfen kann
Hypnose kann unter anderem unterstützen bei:
- Angst und Panik
- Depressionen
- innerer Unruhe und Stress
- Schlafstörungen
- psychosomatischen Beschwerden
- emotionalen Blockaden
- wiederkehrenden Verhaltensmustern
Besonders dann, wenn das Gefühl entsteht: „Ich weiß es eigentlich – aber ich komme trotzdem nicht weiter.“
Veränderung beginnt auf einer tieferen Ebene
Viele Probleme entstehen nicht auf der Ebene des bewussten Denkens. Und genau deshalb lassen sie sich dort oft nicht vollständig lösen. Hypnose eröffnet einen Zugang zu diesen tieferen Ebenen.
Und genau dort kann Veränderung beginnen.
Hypnose in Göttingen – individuell und ursachenorientiert
In meiner Praxis arbeite ich mit analytischer Hypnosetherapie. Das bedeutet: Wir gehen nicht nur auf Symptome ein, sondern auf die zugrunde liegenden Muster. Ziel ist es, nachhaltige Veränderung zu ermöglichen – nicht nur kurzfristige Entlastung.
Wenn Sie sich für Hypnose in Göttingen interessieren, finden Sie hier weitere Informationen zu meiner Arbeitsweise:

Häufige Fragen zur Hypnose
> Bin ich hypnotisierbar?
Generell ist jeder geistig gesunde Mensch hypnotisierbar, wenn er sich darauf einlassen möchte und die richtige Vorbereitung bekommt.
> Warum funktioniert Hypnose eigentlich?
Durch den Entspannungszustand, der durch die Hypnose erreicht wird, können die Suggestionen, welche die gewünschte Veränderung herbeiführen sollen, in Ihrem Unterbewusstsein platziert und verankert werden.
Das hat für Sie den entscheidenden Vorteil, dass die im Alltagsbewusstsein vorhandenen Filter umgangen werden und somit eine Art „Neu-Programmierung“ im Unterbewusstsein erfolgt, während Sie den entspannten Zustand genießen können.
> Wie fühlt sich Hypnose an?
Hypnose ist ein sehr entspannter Wohlfühlzustand, den Sie kennen, wenn Sie sich vielleicht tagsüber auf das Sofa legen und vor sich hin dösen.
Viele Menschen fühlen sich einfach nur ganz normal. Es gibt kein besonderes Hypnosegefühl.
> Hat man während der Hypnose die Kontrolle über Körper und Geist?
Ja, immer und zu jeder Zeit. Sind sind zu jeder Zeit geistig hellwach und klar. Sie können sich bewegen und jederzeit bestimmen, ob und wann sie diesen Enstspannungszustand wieder beenden möchten.
Sie können die Augen jederzeit öffnen, dann ist die Hypnose vorbei – aber das würde ich Ihnen nicht empfehlen, weil so wirksame Veränderung verhindert wird.
> Ist man während der Hypnose willenlos?
Nein, nicht willenlos, sondern einfach konzentriert und dabei restlos entspannt.
Sie werden keine Geheimnisse ausplaudern, die Sie nicht preisgeben möchten oder Dinge tun, die nicht Ihren moralischen Vorstellungen entsprechen.
Niemand kann Sie zwingen, Dinge zu tun, die Sie im Wachzustand ablehnen würden.
Anregungen werden nur übernommen, wenn Sie damit einverstanden sind. Es ist sehr wichtig, dass die gewünschten Veränderung dem eigenem Willen entsprechen und nicht dem Willen anderer Menschen (Partner, Kinder, Arzt, Hypnotiseur).
Hypnose ist Team-Arbeit und Kooperation. In diesem Zustand können Sie mithilfe ihres Unterbewusstseins große Veränderungen anstoßen.
> Kann es passieren, dass man aus der Hypnose nicht wieder aufwacht?
Nein, das kann unter keinen Umständen passieren. Hypnose ist keine Bewusstlosigkeit, sondern einfach nur ein besonderer Entspannungszustand. Es ist daher nicht möglich, nicht wieder zu erwachen.
Wenn Sie die Augen öffnen, ist der Zustand beendet. Selbst wenn ich die Hypnose nicht beenden würde, würden Sie nach einiger Zeit in den normalen Bewusstseinszustand zurückkehren. Manch eine:r findet diesen Zustand jedoch so angenehm, dass er oder sie gerne hierin weiter verbleiben möchte. Für diesen Fall empfehle ich meine mp3-Selbsthypnose.
> Zur Dauer der Hypnosebehandlung
Ich empfehle, nach dem Vorgespräch zunächst drei Hypnosen durchzuführen und dann nochmal zu schauen, wo wir stehen. Dies bedeutet nicht, dass das Problem nach drei Sitzungen gelöst ist, aber dann haben wir Informationen, wie Sie auf die Hypnose reagieren und wieviel wir noch arbeiten müssen.
Für die Anzahl der Sitzungen gilt das Laubhaufenprinzip: für einen kleinen Haufen muss man nur wenige Male laufen, für einen größeren entsprechend häufiger.
> Wer darf nicht hypnotisiert werden?
Menschen mit
- hirnorganischen Erkrankungen, z.B. Demenz
- schweren Persönlichkeitsstörungen
- kürzlich erfolgtem Herzinfarkt, Schlaganfall oder Thrombose
- schweren psychischen Erkrankungen, wie z.B. Psychosen oder schweren Depressionen
- unzureichend eingestellter Epilepsie
- starkem Alkohol-, Drogenkonsum, Medikamentenmissbrauch
- akuten oder chronischen Erkrankungen, die die Fähigkeit zur körperlichen Entspannung stark behindern.
Nicht alle diese Erkrankungen sprechen absolut gegen Hypnose – klären Sie dies im Zweifelsfall mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin.
> Was kostet eine Hypnosesitzung?
Informationen zu meinen Honoraren finden Sie hier.
PSYCHOTHERAPIE UND HYPNOSE
astrid kukowski heilpraktikerin für psychotherapie
Göttingen

